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KONTAKTALLERGIE
/ KONTAKTEKZEM Wenn
unsere Haut bestimmte Substanzen nicht verträgt
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Kontaktallergie |
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Kontaktekzem |
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Epikutantest |
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Auslösende
Allergene |
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Therapie |
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Häufige
Fragen |
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Mehr Information zu
diesen Themen: |
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Kontaktallergie |
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Kontaktallergie |
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Wie
jede Allergie, beruht auch die Kontaktallergie auf
einem erworbenen „Irrtum“ des Immunsystems.
Der Hautkontakt mit – bisher gut vertragenen -
Substanzen und Materialien verursacht mit einem
Mal ein Hautleiden.
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Klinik |
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Klinisches
Bild
Die
Kontaktallergie zeigt sich typischerweise als allergisches
Ekzem. Dabei handelt es sich um eine
juckende Hautrötung und Hautreizung. Im akuten
Fall finden wir teils nässende, oberflächliche
Wunden; bei chronischem Verlauf trockene Krusten
und Einrisse.
Im Bild rechts ein chronisches
Handekzem durch wiederholten Kontakt zum
auslösenden Allergen; z.B. Maurerekzem durch
Chromat in Zementsubstanzen.
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Chronisches
Handekzem. Zum Vergrößern anklicken.
Bild: Hörner
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Das
allergische Kontaktekzem kann auf den Ort der
Reizung beschränkt bleiben; und dabei die Umrisse
der auslösenden Kontaktfläche sehr genau
nachzeichnen. Dies gibt diagnostische Hinweise auf
die Ursache, z.B. Ringekzem, Pflasterekzem,
Uhrbandekzem (Bild).
Bei stärkerer Ausprägung
kann es jedoch
auch zu Streureaktionen auf die übrige Haut
kommen.
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Uhrbandekzem
bei Nickel- allergie. Zum Vergrößern anklicken. Bild: Hörner
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Immunologie |
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Immunologische
Grundlage
Die
klassische Kontaktallergie entspricht einer verzögerten
Immunreaktion Typ IV nach Gell
und Coombs. Unter Beteiligung spezieller
Immunzellen, der T-Lymphozyten, kommt es nach
Tagen zu einer Entzündungsreaktion. Daher spricht
man auch von einer verzögerten Immunreaktion vom
zellulären Typ. - Diese Art der Immunreaktion
findet sich auch bei manchen Medikamentenallergien. |
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Sensibilisierung Seitenanfang
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Sensibilisierung
Vor
der Ausprägung einer Typ 4-Allergie muß es zu
einer Sensibilisierung gekommen sein (Bild).
Dabei reagiert das Immunsystem auf das Eindringen
kleinster Fremdmoleküle durch die Haut, sog. Haptene.
Typische Haptene wären z.B. Metallsalze von
Nickel oder Chrom, u.v.a. - Haptene erlangen ihre
allergene Wirkung jedoch erst, wenn sie sich an größere
Eiweißsubstanzen der Haut binden; dadurch werden
sie zum vollwertigen Allergen.
Das
Allergen wird vom Immunsystem erkannt: Antigen-präsentierende
Zellen (APC) tragen es zu einem Lymphknoten, wo
sodann spezielle weiße Blutkörperchen
heranreifen, sog. T-Lymphozyten. Diese Vorgänge
werden unterstützt durch Ausschüttung
immunologisch wirksamer Substanzen, sog. Zytokine
und Chemokine. |
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Kontaktallergie,
Schema. Zum Vergrößern anklicken. - Grafik: Hörner, modif. nach: Enk
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Auslösung |
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Auslösung
der Kontaktallergie
Ist
es bereits zu einer Sensibilisierung gekommen, so
führt der nächste Kontakt mit dem ursächlichen
Allergen zu den Symptomen der Kontaktallergie. Das
eindringende Hapten – nach Eiweißbindung
vollwertiges Allergen – wird wiederum von
Antigen-präsentierenden Zellen erkannt. Diese schütten
Botensubstanzen aus (Interferon, Interleukine),
welche die seit der Sensibilisierung
bereitstehenden „geschulten“ T-Lymphozyten
locken und aktivieren. Diese schütten weitere
Botensubstanzen aus und führen zu einer ausgeprägten
Entzündungsreaktion.
Um
die allergische Reaktion nicht unendlich ausufern
zu lassen, hat das Immunsystem auch limitierende
Mechanismen vorgesehen. Manche T-Lymphozyten und
manche ausgeschütteten Interleukine bremsen den
Immunprozess. |
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Kontaktekzem |
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Kontaktekzem |
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Nicht
jedes juckende Ekzem ist eine Allergie, auch wenn
es sich unter dem gleichen Bilde präsentiert! Überlastung
der Haut durch alltägliche Substanzen des
Haushalts- und Berufslebens, aber auch zu häufiger
Wasserkontakt, Saunabesuche und Haarfön können
zu ekzematischen Reizungen führen. Gefährdet
sind u.a. Beschäftigte der Friseur- und
Kosmetikbranche, des Reinigungswesens,
Industriearbeiter mit Kontakt zu technischen Ölen
und Waschsand; Masseure und Masseurinnen bei
Gebrauch ätherischer Öle; Beschäftigte im
medizinischen Bereich bei häufiger Hände-
desinfektion; aber auch vorwiegend Mütter in der
Phase der Babypflege. |
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Epikutantest |
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Epikutantest
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Vom
klinischen Bilde her kann nicht sicher zwischen
Kontaktekzem und Kontaktallergie unterschieden
werden. Der Nachweis einer Kontaktallergie erfolgt
mittels Epikutantest. Dieser erstreckt sich über
mehrere Tage. |
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Durchführung
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Durchführung
des Epikutantests
Am
Beginn des Epikutantests steht eine ausführliche
Anamnese zur Eingrenzung in Frage kommender
Allergene. – Sodann wird am ersten Tage eine
bestimmte Zahl verdächtigter Testsubstanzen in
kleiner Menge auf den Rücken des Patienten
aufgebracht. Während der folgenden
Tage wird die Hautreaktion ärztlich beurteilt.
Die Beobachtung durch vier Tage ist notwendig, da
es sich um eine Immunreaktion vom verzögerten Typ
handelt: |
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Tag
1 |
Aufbringen
der Testsubstanzen |
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Tag
2 |
Entfernung
der Testsubstanzen |
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Tag
3 |
Erste
Ablesung (48 Stunden) |
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Tag
4 |
Zweite
Ablesung (72 Stunden) |
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Beurteilung
Seitenanfang
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Beurteilung
des Epikutantests
Fehlt
bis zum vierten Tage jede Hautreaktion, so ist
keine Kontaktallergie nachweisbar.
Tritt
lediglich am zweiten Tag eine vorübergehende
Hautreizung auf, handelt es sich um ein
unspezifisches Ekzem.
Tritt
bis Tag drei eine zunehmende, dann langsam
abnehmende Hautreizung auf, kann dies als
Kontaktallergie bewertet werden.
Im
Bild rechts das das Ergebnis eines positiven
Epikutantests, Ablesung am Tag 4: Gegen drei der
zwanzig Testsubstanzen besteht eine
Kontaktallergie.
Das
Ausmaß der Hautreaktion wird in einfacher
Graduierung beurteilt; z.B.: |
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Hautreaktion
im Epikutantest. Zum Vergrößern anklicken. Bild:
Hörner
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Grad
0 |
Keine
Hautreaktion |
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Grad
1 |
Milde
Rötung und Juckreiz |
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Grad
2 |
Starke
Rötung, beetartige Infiltration |
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Grad
3 |
Heftige
Lokalreaktion mit Überschreiten der
Applikationsgrenzen, ev. Streuherde der
Umgebung, nässende Erosion |
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Fehlerquellen
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Fehlerquellen
Die
Wahl des falschen Testspektrums kann zu negativen
Ergebnis- sen führen, obwohl tatsächlich eine
sonstige Kontaktallergie vorliegt.
Testsubstanzen
müsen in definierten („lebensnahen“) Konzentra-
tionen aufgetragen werden; weder zu hoch, noch zu
gering.
Das
Fehlen einer Hautreaktion im Epikutantest bedeutet
nur das Fehlen eines Nachweises der
Kontaktallergie. Immunsupprimierte Patienten könnten
falsch negativ reagieren.
Das
zu rasche Auftreten einer Hautreaktion kann eine
unspezifische Reizung bedeuten, ohne Bestehen
einer Allergie.
Unklare
örtliche Applikation der Testsubstanzen kann zu
Fehldeutungen führen. Es empfiehlt sich das tägliche
Anzeichnen der ursprünglichen Applikationsorte im
Zuge der Ablesung. |
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Auslösende
Allergene |
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Testreihen
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Testreihen
Kontaktallergien
können durch eine Vielzahl von Substanzen ausgelöst
werden. Es ist nun weder möglich noch sinnvoll,
hunderte in Frage kommender Stoffe auszutesten. In
der Praxis kommen daher gängige Testreihen zur
Anwendung. Am Beginn der Diagnostik steht meist
die Standardreihe. Je nach individueller
Situation des Patienten können ergänzende Zusatzreihen
sowie spezielle Einzelsubstanzen getestet
werden. Achtung: Nicht alle Substanzen
eignen sich für den Epikutantest, da sie
jedenfalls zu einer irritativen Lokalreaktion führen.
Das
Ergebnis eines Epikutantests wird in einem
schriftlichen Befundbericht festgehalten. Dieser
dient zugleich als Allergie-Pass mit ausführlicher
Begleitinformation.
Tab.:
Testreihen für Epikutantests; Beispiele |
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Testreihe |
Testsubstanzen |
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Standardreihe |
Ausgangstest,
häufig vorkommende Allergene |
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Friseursubstanzen |
Gängige
Substanzen des Friseurberufes |
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Zahnmaterialien |
Gängige
Substanzen des Dentalwesens |
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Salbengrundlagen |
Medikamentenfreie
Salben und Cremes |
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Venenreihe |
Häufige
vorkommende Substanzen in der Behandlung
von Venenleiden und Wunden |
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etc. |
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Über
die Zusammensetzung zahlreicher Testreihen finden
Sie hier mehr
Information. |
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Allergenquellen
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Allergen-Quellen
Wurde
ein auslösendes Allergen erkannt, muß es in
weiterer Zukunft gemieden werden. Im Folgenden eine
vereinfachte Übersicht über das Vorkommen gängiger
Kontaktallergene:
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Seitenanfang
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Allergen |
Allergenquellen |
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Nickel |
Unechter
Modeschmuck; Zahnspangen; Hosenknopf; Münzen;
Farben, Glasuren; Essbesteck; Türschnallen;
Haarfärbemittel; Friseursubstanzen u.a.
–
Mögliche
Kreuzallergie mit Kobalt. |
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Kobalt |
Dunkelblaue
/ schwarze Kleider- und Leder- farbe, Imprägnierungen,
Haarfärbemittel, Friseursubstanzen u.a. -
Mögliche
Kreuzallergie mit Nickel. |
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Chrom |
Zement
(Maurerekzem); Leder- / Textil- imprägnierungen,
Holz-Beizmittel, Galvanisation |
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Quecksilber |
Thermometer;
zahnärztliche Werkstoffe, Farben,
Desinfektions- und Konservierungs- stoffe |
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Duftstoffe |
Kosmetika,
Pharmaka (Salben, Cremes), Waschmittel u.a. |
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Konservierungsstoffe |
Kosmetika,
Pharmaka (Salben, Cremes), Waschmittel u.a. |
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Gummiprodukte |
Autoreifen,
Kabel, Latex-hältige Utensilien |
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Technische
Substanzen |
Technische
Öle, Kühl- und Schmiermittel, Metalle;
Kleber, Lacke, Kunststoffe |
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Pflanzliche
Stoffe |
Terpene,
Sesquiterpenlaktone, Naturlatex |
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Zur
Vielzahl möglicher Allergene und ihrer Herkunft
finden Sie z.B. hier mehr
Information. |
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Pflanzliche
Allergene
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Pflanzliche
Kontaktallergien
Eine
Reihe bekannter Pflanzen, Pflanzenprodukte und
sogar Blumen können potentiell eine
Kontaktallergie auslösen. Nicht selten
wird diesen Pflanzen sogar eine heilsame Wirkung
zugeschrieben.
Tab.:
Beispiele pflanzlicher Substanzen, die
Kontaktallergien oder Ekzeme auslösen können |
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Arnika montana
Fam.:
Asteraceae
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Verwendung
z.B. in Tees, Tinkturen, Likören. Inhaltsstoffe:
Terpene, Sesquiter- penlaktone |
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Teebaumöl
Öl
des australischen Ölbaumes
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Vielfältiger
Gebrauch. Inhaltsstoffe:
Terpene. – Risiko: Teebaumöl zerfällt
nach Verwendung binnen kurzem in
zahlreiche peroxidatische Unterprodukte,
die wiederum Ekzeme hervorrufen können. |
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Ringelblume
Calendula
officinalis
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Vielfältiger
Gebrauch, auch als Wundsalbe. Inhaltsstoffe:
u.a.
Calenden, Sesquiterpenlaktone. |
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Latex
Milchsaft
des Para- kautschukbaumes
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Derivate
des Naturlatex finden sich in diversen
Gummistoffen.
Latex
kann Allergien vom Typ 1 und Typ 4
hervorrufen. |
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Propolis
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Kontaktekzem
nach Propolis
Propolis,
auch Bienenkitt bzw. Bienenwachs genannt, ist ein
natürliches vorkommendes Produkt der Bienen. Es
handelt sich um ein Stoffgemisch mit
antimikrobieller Wirkung, welches zur Abdichtung
und zum Auskleiden der Bienenwaben dient.
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Propolis-hältige
Produkte werden u.a. angeboten zur
Behandlung von Reizzuständen der Schleimhäute
bzw. von Hautverletzungen. Es findet auch Verwendung in
kosmetischen Präparaten, sowie in der industriellen Herstellung von Polituren
oder Pflasterklebstoffen.
Im
nebenstehenden Fallbeispiel hat das vermeintlich
harmlose Naturprodukt zu einem ausgeprägten Ekzem
des Gesichtsbereichs geführt. Beruflich sind auch
Imker gefährdet, eine Kontaktallergie gegen
Propolis zu entwickeln. |
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Kontaktekzem
nach Propolis- Creme. Zum Vergrößern anklicken.
- Bild: Hörner
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Tuberkulinreaktion
Seitenanfang
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Tuberkulinreaktion
Eine
Sonderform der Typ-4-Allergie bildet die
Tuberkulinreaktion. Hier entsteht nach Applikation
des Testmediums (Eiweißbestandteile der
Mykobakterien)
nach Tagen eine tastbare, meist auch sichtbare
Lokalreaktion (Mendel-Mantoux-Test). Die Bewertung des positiven
Testergebnisses hängt von verschiedenen
Ausgangskriterien ab. Die Tuberkulinreaktion ist
im Mittel ab der 6.–8. Woche nach Infektion
nachweisbar. Mehr
Information |
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Therapie |
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Therapie
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Kontaktallergie
Grundlage
der Therapie ist die langfristige (meist
lebenslange) Meidung
der auslösenden Substanz(en)!
Wichtig ist deren Identifizierung, auch mittels
Epikutantest. Die übrigen Maßnahmen entsprechen
jenen zur Behandlung des Kontaktekzems.
Kontaktekzem
Das
akute Bild eines (allergischen oder irritativen)
Kontaktekzems kann mit antiekzematischen Salben
und Cremes behandelt werden; ev. in Verbindung mit
schützenden Ekzemverbänden. Anstatt hinderlicher
Verbände können für die Hände auch weiße
Baumwollhandschuhe (z.B. nachts) verwendet werden.
Für unvermeidbare manuelle Arbeiten empfehlen
sich kurzzeitig Vinylhandschuhe (nicht
Gummihandschuhe). Seifen, Shampoos und zu
häufiger Wasserkontakt sollen vermieden werden. |
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Häufige
Fragen |
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Häufige
Fragen
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Soll bei Nachweis einer
Kontaktallergie gegen berufsbedingte Substanzen
der Beruf gewechselt werden?
Dies
erscheint dann sinnvoll, wenn innerhalb des gewählten
Berufes der Kontakt zu den Allergie-auslösenden
Substanzen nicht gemieden werden kann. |
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Soll
bei Fehlen klinischer Symptomatik dennoch ein
prophylaktischer Epikutantest durchgeführt
werden?
Nein. |
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Bedeutet
das Bestehen einer Kontaktallergie gegen
Duftstoffe, dass kein Deodorant oder Parfum mehr
verwendet werden darf?
Nicht
unbedingt: Wird ein bestimmtes Produkt
erfahrungsgemäß vertragen, sollte man bei diesem
Produkt bleiben. |
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Welche
Handschuhe schützen die Hände am ehesten?
Bei
groben Arbeiten eignen sich festere Handschuhe,
die nach innen zu mit Stoff ausgekleidet sind. Bei
Zubereitung von Lebensmitteln und einfacher Haushaltstätigkeit können
zeitweise (nicht stundenlang) Vinyl-Handschuhe
getragen werden. Von Latexhandschuhen (häufig
gebraucht im medizinischen Bereich) wird
abgeraten. – Als Ersatz für Verbände eignen
sich wiederum weiße Baumwollhandschuhe. |
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Seitenanfang
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Können Tattoos eine Kontaktallergie hervorrufen?
Prinzipiell
ja. Dabei scheint den verschiedenen Farbstoffen
ein unterschiedliches allergenes Potenzial
anzuhaften. Stärkere Gewebereaktionen
können dabei auch tiefere Wunden und bleibenden
Narben verursachen
Vermeintlich harmlose Henna-Tattoos enthalten
nicht selten versteckte Konservierungsmittel, die
ebenfalls zu allergischen Reaktionen führen
können (Bild). |
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Reaktion
auf Tattoo. Zum Vergrößern anklicken. -
Bild: Hörner
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Kann
meine Kontaktallergie eines Tages wieder vergehen?
Selbst
bei abgemildertem Ergebnis eines nach Jahren
durchgeführten Kontrolltests steht zu erwarten,
dass die erworbene Kontaktallergie bestehen
bleibt. |
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Darf
ich im Falle einer Nickelallergie Türschnallen,
Nickelmünzen und Nickelbesteck berühren?
Türschnallen
sind unproblematisch, sie werden nur kurzzeitig
berührt. Nickelmünzen sind für Allergiker dann
problematisch, wenn sie beruflich viel mit Münzen
zu tun haben (z.B. KassiererInnen). Besteck wird
häufig benützt und sollte im Falle einer
Kontaktallergie ausgewechselt werden. |
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Quellen:
Ferlinz
R, Tuberkulindiagnostik. Dtsch Arztebl 1996;
93(18): A-1199 / B-997 / C-931
Grabbe
S et al., Immunoregulatory mechanisms involved in
elicitation of allergic contact hypersensitivity (see
comments). Immunol. Today 19 (1998), 37
Jung
et al., Schwarze Hennatattoos: Eine unterschätzte
Ursache für Lawson- und Benzocainallergie.
Allergologie 29 (2996), 86-91
Schäfer
T, Epidemiologie des beruflich bedingten
Handekzems. Allergologie 26 (2003), 369-376
Schnuch
A, Uter W, Epikutantestung mit der
DKG-Standardserie – ein Rückblick. Allergologie
32 (2009), 262-272
Stingl
et al., Immunologic functions of 1a-bearing
epidermal Langerhans cells. J Immunol. 121 (1978),
2005-2013 |
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